KÜCHEN-KUNST

October 18, 2021  •  Kommentar schreiben

Pia wird ihr Bild "COLOURED FACES" linkes Bild,
als Kontrapunkt zu "DREI MÄNNER" rechts hinterm Tisch,
auf unsere 4 Meter lange Küchenwand übertragen. 
Wirkt sich das auf die KOCH-KUNST aus?
Wir sind gespannt. 
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Hinter der Folie bereitet Meister Horst Millinger 
die Wand für das Fresko vor.

Fortsetzung folgt.


WIE WIRD DER WINTER

October 02, 2021  •  Kommentar schreiben

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FLECKENRIED

October 02, 2021  •  Kommentar schreiben

Einer der schönsten Blicke im Pillerseetal ist der vom Fleckenried auf die Loferer Steinberge. Eine Minute von der Bushaltestelle entfernt, in großartiger Landschaft. 10 Meter weiter steht eine Beobachtungshütte.
Ein traumhafter Platz zum Verweilen.

 

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Wenn du dich eine Zeit lang nicht bewegst kommen die Enten. Zerstören die perfekte Spiegelung. Sind aber sehr lieb. Hauen wieder ab. Ente Gut, alles Gut.
 


SICHTWEITE - IM WINTER IN SAALBACH

September 28, 2021  •  Kommentar schreiben

Im August und September durfte ich meine neueste Ausstellung "Sichtweite" im Jakobskreuz in einem perfekten Ambiente präsentieren. Die vielen guten Rückmeldungen die ich erhalten habe freuen mich ganz besonders. Ganz besonders aber hat mich die gute Zusammenarbeit mit Markus Brudermann und seinem Team gefreut. Danke an alle, vor allem aber auch an Wolfgang Schwaiger, der dieses Projekt in die Wege geleitet hat. 

Im der kommenden Wintersaison ist die Ausstellung im Hotel "THE VIEW", Saalbach zu sehen. Die Familie Breitfuß hat ihr Hotel komplett neu gestaltet. Teil des neuen Hotelkonzeptes sind Wände die geschaffen wurden, um Künstlern die Möglichkeit zu bieten, auszustellen. 

"SICHTWEITE" ist die erste Ausstellung im "THE VIEW". Das freut mich ganz besonders. 

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Nach 6 Wochen, in denen ich viele gute Rückmeldungen bekommen habe, ist die Zeit gekommen meine Bilder abzuhängen.
 

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PANORAMA FIRMA BRUNNER

September 12, 2021  •  Kommentar schreiben

9 Meter Panorama für die Firma Brunner...

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...aktiv für eine Saubere Umwelt!

Die Herausforderung war ein 9 Meter langes Panorama vom Marchent so zu fotografieren, dass die Bildsprache mit dem Slogan im Einklang ist. 

5 Aufnahmen im Mittelformat und Hochskalierung mit einem speziellen Algorithmus war die Lösung um ein so großes Bild maximal detailreich abzubilden. 

Druck und Montage wurden von der Firma La Linea professionell ausgeführt. (Nur ganz wenige können das!)

Mein Dank gilt der Fa. Brunner für das entgegengebrachte Vertrauen und Joe und Karin für die immer perfekte Zusammenarbeit.


SLACKLINE - MICHI ASCHACHER

August 04, 2021  •  Kommentar schreiben

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Michi Aschacher bei seinem Versuch den Speichersee Streuböden auf der Slackline zu überqueren. 

 


SICHTWEITE - VERNISSAGE

August 04, 2021  •  Kommentar schreiben

Stellen wir uns einmal vor, wir befinden uns auf einem Turm auf einer kleinen Insel inmitten eines Ozeans. Rundum Wasser so weit das Auge reicht, wolkenloser Himmel, eine ruhige See. Auf dem Dach des Turmes hat man eine Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen. Wir geben Toni Niederwieser den Auftrag, uns einen fotografischen Rundumblick dieser eintönigen Umgebung zu liefern. Blauer Himmel, blaues Wasser, sonst nichts. Toni wird uns vier Aufnahmen liefern, die unterschiedlicher nicht sein können. Weil er, mit seiner Sichtweise der Sichtweite umzugehen versteht.
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Aber wir befinden uns ja heute im Jakobskreuz, auf scheinbar bescheidener gut 1400 Meter Seehöhe, haben ebenfalls einen Rundumblick nach Süden, Norden, Osten und Westen, mit einem großen Unterschied, es stehen uns massive Hindernisse im Weg. Wir nennen sie Berge, Hügel oder Felsen, Wolken, Nebel oder Niederschläge. Das beschränkt und erweitert die Sichtweite in gleichem Maße. Ein Paradies für einen Fotografen und eine Herausforderung zugleich. 

Die Herausforderung beginnt schon damit, zu jenem Platz zu gelangen, der als Basislager für die Sichtweite dienen soll. Zu unchristlichen Zeiten, zu unchristlichen Temperaturen, in unchristlichen Gegenden. Toni Niederwieser nimmt dies in Kauf, mit einer schwer nachvollziehbaren Besessenheit und einer Geduld, die man eigentlich nur von aus der Tierfotografie kennt. Seine Motive laufen nicht weg und dennoch sind es meist Augenblicke, kurze Momente, wo sich die Natur zu jener Komposition formt, die seinem Anspruch entspricht.

Ist es dann so weit, wird an einer Kamera, die ein technisches Wunderwerk ist, eine Optik besitzt, die an Schärfe kaum zu überbieten ist, der Auslöser gedrückt, eine Hundertstel, eine Tausendstel oder vielleicht eine ganze Sekunde lang, und die Sichtweite auf eine Sensorplatte gebannt. Dann wird das Eingefangene, längst wieder zuhause aber wiederum zu meistens unchristlichen Zeiten, kontrolliert, sortiert und eine - bescheiden kleine - Auswahl getroffen. In unserem Fall, bei unserer heutigen Ausstellung, wird dem Bild die Farbe schichtweise entnommen, der Ausschnitt, sprich die Kalibrierung, bestimmt und es beginnt jener Prozess, der das Foto schlussendlich zu einem Kunstwerk formt. Zwischen dem dunkelsten und hellsten aller Grautöne, dem Schwarz und dem Weiß, befinden sich Hunderttausende von Schattierungen und Varianten, die gestärkt oder geschwächt werden wollen, die ihre Wirkung im Kontrast, in der Schärfe oder Unschärfe ausleben wollen. Da tut sich eine Welt auf, die nicht weniger an Ausdauer, ja an Besessenheit erfordert, wie der Weg zu jenem Platz, wo einst der alles entscheidende Auslöser gedrückt wurde. 

Toni Niederwieser hat seinen Bildern einen Namen gegeben, auch in dieser Disziplin beweist er ein treffsicheres Gespür, die einzelne Abteilungen heißen Schneeberge, Grasberge, Steinberge oder Schwarzberge. Letztere Bezeichnung ist sogar doppelbödig, stehen wir ja hier auf ursprünglich afrikanischem Boden, auf einem Teil des einstigen schwarzen Kontinents, der sich über die Jahrmillionen hierher bewegt hat, mit freiem Blick zum Korallenriff des Urmeeres, banal mit Steinplatte bezeichnet. In diesem einzigartigen Umfeld sind diese Bilder entstanden von einem, zumindest aus meiner Sichtweite gesehen, einzigartigen Fotografen. Wir dürfen Akribie, Perfektion und Kalibrierung nicht als Fremdwörter, sondern als Wirklichkeit erleben. Auch das ist einzigartig. Um meine Laudatio dennoch mit einem Fremdwort abzuschließen, fällt mir in der Causa Toni Niederwieser und seiner genialen Ausstellung „Sichtweite“ im Jakobskreuz nur ein französisches ein: „Chapeau“!

Wolfgang Schwaiger: Obmann Kulturausschuss der Marktgemeinde Fieberbrunn.

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SICHTWEITE - TRAILER

July 31, 2021  •  Kommentar schreiben

Der Aufbau einer Ausstellung ist immer wieder eine spezielle Herausforderung. Die Hängung der Bilder, die Nägel, die Wasserwaage, der Akkuschrauber. All das gehört dazu. Am wichtigsten aber sind DIE HELFER. Im diesem Fall waren es meine beiden Söhne Felix und Moritz. Von mir fast unbemerkt entstand dabei auch noch der Trailer für die Ausstellung. Danke Felix, Danke Moritz. 

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BERG DER GÖTTER

August 25, 2020  •  Kommentar schreiben

Dem Fieberbrunner Hausberg das Prädikat „Berg der Götter“ zu geben, ist das eine Anmaßung, eine schamlose Übertreibung, ein schlechter Witz oder grenzt es gar an Blasphemie? Nein, es ist nichts von allem, es ist nicht mehr oder weniger eine treffende Annäherung an ein natürliches Phänomen, mit dem der „Loder“ die Menschen seit Jahrhunderten in den Bann zieht, dem Wildsee. 

Bei Kunstfieber 2019 überraschte der Fieberbrunner Fotograf mit einer Kleinserie über ein sich wiederkehrendes - und eigentlich nicht unbekanntes - Motiv am Wildsee die zahlreichen Besucher. Auf Hochformattafeln präsentierte er unter dem Überbegriff „Berg der Götter“ den Lodersee in unterschiedlicher Stimmung und Farbgebung. Und untertitelte alles mit einer der größten Geschichten der Menschheit, den griechischen Götter- und Heldensagen. Treffsicher, passend, animierend und verwirrend zugleich. Aber das ist auch ein Markenzeichen des Ausnahmefotografen Toni Niederwieser, aus scheinbar Bekanntem etwas Neues zu sehen, zu beobachten und schließlich, zum richtigen Zeitpunkt festzuhalten. 

Und eben, dieser Zeitpunkt, den es zu erwarten gilt, ist das Elixier einer guten Aufnahme, Geduld, Ausdauer, Strapaze und Verzicht sind gefordert, um den Göttern näher zu kommen, jenen Wesen, die ganz besonders in der griechischen Antike ja alle guten und schlechten Eigenschaften der Menschen inne hatten und sie auch bis zum Exzess auslebten. Exzessiv sind auch die Motive, die den Betrachter in eine bestens bekannte und gleichzeitig unbekannte Welt führen und diesem einen neuen Weg zeigen, der beweist, dass diese Kunst noch ungeahnte Reserven in sich birgt, die es noch, oder vielleicht auch wieder zu entdecken gilt. 

Toni Niederwieser, seines Zeichens spätberufener Fotografenmeister und immerwährender Hobbyfotograf, hat alle Genres der „Kunst des Ablichtens“ vorerst autodidakt durchgemacht, vom klassischen Celluloid, der Entwicklungsarbeit in der Dunkelkammer, der Beschäftigung mit Diapositiven bis hin zur Digitalfotografie mit außergewöhnlichen Apparaturen und Objektiven. Obwohl er sich noch am Anfang seiner großen Leidenschaft fühlt, präsentiert er bei der Dorfausstellung 2020 in Fieberbrunn das hochwertige Ergebnis einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. 

Das freut uns und macht stolz. 
Wolfgang Schwaiger
Obmann Kulturausschuss der Marktgemeinde Fieberbrunn

Berg der Goetter


EYES WIDE SHUT - KUNST AM BAUZAUN

July 05, 2018  •  Kommentar schreiben

Der Mensch sieht was er sieht, alles was das Auge wahrnimmt! Eingeschränkt nur durch das Blickfeld. Nur? Auch eine Kamera kann nur soviel sehen, wie es das Objektiv und die Mattscheibe erlauben. Was passiert aber, wenn sich ein Fotograf ein gestochen scharfes Bild aus der Natur nimmt und sich ein Filetstück herausschneidet? Eine andere Art der Betrachtung oder eine neue Dimension der Fotografie? Es ist beides, verwundernd und verblüffend zugleich. Ein unbekannter Horizont erscheint in einer nicht unbekannten Umgebung. Präsentiert in Form einer Ausstellung mit dem biederen Namen: Kunst am Bauzaun.

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Toni Niederwieser hat sein Cuttermesser in die Hand genommen und aus scheinbar unauffälligen Bildern das Herzstück herausgeholt. In Form eines lang gestreckten Streifens. So kann man die Natur oder einen jahreszeitlichen Ablauf von  4 Wochen mit freiem Auge nicht sehen, mit dem fotografischen sehr wohl. Zufall? Nein, zufällig ist hier nichts, mit Ausnahme der Idee, Fotos im „ 7 Meter Superbreitbild“ zu gestalten.

Unsere Welt, rund um den Wildseeloder, präsentiert in einer vollkommen neuen Perspektive auf eine unkonventionelle Art und Weise. 

Zwei Fliegen auf einen? Schlag mit einem einzigen „Wide Eyes Shut“, mit jedem Druck auf den Auslöser beginnt eine neue, intensive Motivsuche. Im Studio. Im Detail. Die Suche nach dem Filetstück. 

Wolfgang Schwaiger – Kulturverein Fieberbrunn


SEHENSWERTES LAND

October 11, 2017  •  Kommentar schreiben

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ZWIESPRACHE LAUDATIO HOFBURG

April 05, 2017  •  Kommentar schreiben

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Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man in den Räumlichkeiten eines der historisch wichtigsten Gebäude Österreichs eine Ausstellung eröffnen darf. Vor allem dann, wenn sowohl der Protagonist, als auch der Künstler als auch der Laudator aus einer für die Hauptstadt mehr oder weniger unbekannten Gegend kommt, die man ganz salopp als Provinz bezeichnen kann und auch darf. Der Ort des Geschehens liegt an der östlichen Landesgrenze von Nordtirol. Dennoch verbindet uns mit der Hauptstadt und dem Land mehr, als so mancher es vermutet. 

Im Laufe der Jahrhunderte gab es immer wieder bemerkenswerte Begegnungen, sei es wegen der schweren Glieder der legendären Kettenbrücke, die aus unserem Stahl geschmiedet wurden oder hundert Jahre später wurde sogar ein Gymnasium nach einem unsrigen benannt, nämlich nach Genius Christian Reithmann. Seit dem heurigen Jahr verbindet uns auch eine imaginäre U-Bahnlinie mit dem Bozner Platz. 

Und auch der Protagonist der heutigen Ausstellung, die Hauptfigur,  hat eine besondere Historie, erstmals groß beschrieben durch den Alpinisten Ludwig Purtscheller, der übrigens ein gebürtiger Innsbrucker war. Die Einheimischen nannten ihn den Loder, die Touristiker machten dann geschäftstüchtig den Wildseeloder daraus. Der Alpenverein baute eine Schutzhütte an seinen See, die Bauern entdeckten ihn als ideale Spielwiese für die Schafe im Sommer, manche Freigeister ließen sich bildnerisch oder dichterisch von ihm inspirieren, die ersten Skirennen des Landes führten an seinen Flanken hinunter und die Bergleute holten aus ihm Kupfer, Blei, so manches Silber und, wie uns die Landkarte des Mathias Burglechner aus dem Jahre 1611 lehrt, auch Farben heraus. Und nicht zuletzt fanden die botanisch interessieren Menschen hier ein Paradies, kaum anderswo in den Alpen ist eine vergleichbare Dichte an Alpenflora und Kräutern vorhanden.

Und blumig sind auch die Namensgebungen, wie schon erwähnt der Wildseeloder, wie die Schreienden Brunnen, wie die Wildalmen, wie der Herrgott, ein jedes Jahr im Spätwinter entstehendes Schneefeld. Flankiert wird der Bergstock von zwei Tälern, deren Bäche mit Schwarzache und mit Weißache benannt wurden, seitlich gesellt sich noch eine Rotache dazu. Und immer mehr nähere ich mich nun den wirkenden Inhalten der heutigen Ausstellung, dem Schwarzen, dem Weißen, den spezifischen Grautönen, den Schattierungen, die unser Künstler und Fotograf Toni Niederwieser mit einer Akribie seinen Bildern verleiht. Und wenn dann noch dazu Farben ins Spiel kommen, dann gehen diese tief, sind kräftig, sind eigenartig und dennoch monochrom, in einem Blau, in einem Rot, einem Grün mit all seinen Erscheinungsformen.

Sich dem Wechselspiel des Wildseeloders zu nähern, heißt mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nur so kann man jene Details und Feinheiten, jene Stimmungen und Facetten entdecken, beobachten und zum rechten Augenblick ins Bild setzen. Manchmal einfrierend, manchmal fließend, manchmal selbstredend und dann auch wieder still und schweigend, oder gar mystisch. 

Diese Gespräche brauchen Zeit und auch die Bilder, die wir hier und heute bewundern dürfen, brauchten ihre Zeit um sich darzustellen, um zu wirken. Zeit in der Motivfindung, Zeit in der Bearbeitung, Zeit in der Vollendung. Wir nannten diese Ausstellung „Zwiesprache“, weil für uns der Zugang, das Verständnis zu dieser Art der Fotografie über diese Gedankenbrücke am ehesten begreifbar wird. Jedes Bild erzählt eine kleine Geschichte aus den Zwiegesprächen mit Berg. Auch die leicht mystischen, makabren und spektakulären Momente präsentieren sich in einer bemerkenswerten Erzählform. 

Abstrakt  und prägnant ist die Namensgebung der einzelnen Bilder: reduziert auf meist nur ein Wort informieren uns die gut gewählten Bezeichnungen in einer klaren Sprache über Inhalte und Motive. Die Namen haben eine Bedeutung und geben uns den einen oder anderen Hinweis, den man oft erst beim zweiten, manchmal erst beim dritten Betrachten richtig wahrnimmt. Mit der so genannten Benamsung, also der Bezeichnung der Bilder, hatte auch so mancher Winzer seine Freude, dessen Geist im Wein manchmal erst nach mehreren Gläsern zum rechten Wort am rechten Ort geführt hat. 

Toni Niederwieser arbeitet autodidakt. Es wäre auch nicht unbedingt jedermanns Sache, ihn beim Fotografieren zu begleiten, ihn im Zwiegespräch zu beobachten oder zu belauschen. Er hat vor einigen Jahren aus freien Stücken die Meisterprüfung abgelegt, trotzdem hört auch gerne noch das Wort Hobby, wobei in Anbracht der hier präsentierten Dimensionen diese Bezeichnung wohl obsolet wird. Fotografie auf sehr sehr hohem Niveau kombiniert mit den zurzeit wohl hochwertigsten Ausarbeitungs-  beziehungsweise Druckmöglichkeiten. 

Der Wildseeloder ist das kleine Universum seiner Kindheit, dem er auch so manchen schulpflichtigen Tagen den Vorzug gab, aber er ist auch sein Broterwerb. Er ist nämlich einer der Geschäftsführer der Bergbahnen Fieberbrunn, die von seinem Berg aus in einer kongenialen Verbindung mit dem benachbarten Glemmtal inzwischen zu den fünf größten Schigebieten unserer Welt gehören. Das ist Fakt. 

So spreche er nun selber zu uns und eröffne uns die fotografische Welt der Zwiesprache:

Wolfgang Schwaiger


ZWIESPRACHE

April 05, 2017  •  Kommentar schreiben

Flankiert von zwei großen Gräben erhebt sich mächtig der Protagonist dieser Fotoausstellung, ein Berg, der gleichermaßen den Menschen fasziniert, inspiriert und anzieht, zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen. Besungen und bespielt, begangen und bewandert, benutzt und befahren, betrachtet und bewohnt, beliebt und besonnen. 

Die Fieberbrunner gaben ihm den blumigen Namen „Wildseeloder“ und der Tourismus das Prädikat „Alleskönnerberg“. Im Herzen ein kühler, klarer Bergsee, am Kopf ein Kreuz aus Stahl, an den Flanken Schauplatz eines der weltgrößten Freeride Events, seine Haut Heimat für Tirols reichste Alpenflora. Superlativen im Schatten seiner berühmten Brüder in den Kitzbüheler Alpen. 

Eine Prachtentfaltung, mit vielen Facetten, die der Fieberbrunner Fotograf Toni Niederwieser in seiner ganz besonderen Art in Bilder geformt hat. Seit seiner Jugend versucht er, mit seinem Berg ins Gespräch zu kommen, ihn auszufragen, Antworten zu suchen und festzuhalten, was kein Eilender sieht. 

Reduziert auf das Weiße, auf das Schwarze und auf alles, was dazwischen liegt. Geheimnisvoll die Stimmung, akribisch im Detail, präzise die Schärfe, zwiespältig das Licht. Fotografie auf höchstem Niveau und mit dem Berg im Zwiegespräch. 
Von Angesicht zu Angesicht. 

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Ausstellungsdauer: 5. bis 26. April 2017 , Foyer Hofburg Innsbruck